Austern

Eine Parkbank, zwei Familien, vier Menschen und ihre Geschichten…

Wertvolle Menschen sind wie Perlen in Austern, sie zu finden sind Glücksfälle. Einen solchen „Glücksfall“, erlebt der Rentner Jakob, als er sich, nach dem Besuch am Grab seiner Tochter nur kurz auf einer Friedhofsbank ausruhen will, sich aber dann die Witwe Heide zu ihm gesellt und ohne Punkt und Komma auf ihn einredet. Der zunächst so knurrige, verschlossene Jakob, kann sich Heides Suada über Gott und die Welt, ihren verstorbenen Mann, das Wetter, Boris Becker, Elefanten und Milchreis mit Apfelmus nicht lange entziehen. Im Gegenteil – er fühlt der, nach außen hin, so unbeschwerten Heide, mehr und mehr auf den Zahn und kratzt ordentlich an der heilen Oberfläche und ihrer Mär von einer glücklichen Familie. Aber auch Jakob hat sein Päckchen zu tragen. In welchem Verhältnis steht er zu der jungen Punkerin ShangriLa, die immer wieder auf dem Friedhof auftaucht und über deren Outfit und schreckliche Musik sich Heide so ärgert? Warum will die junge Frau partout nicht mit Jakob reden? Und wie verhält es sich mit Heides Tochter Michaela, die kein wirklich gutes Verhältnis zu ihrem verstorbenen Vater gehabt zu haben scheint, darüber mit ihrer Mutter immer wieder in Streit gerät, aber unter ShangriLas rauer Schale, verborgene Talente zu erkennen glaubt?

Vier Personen, die sich in wechselnden Konstellationen auf einer Parkbank begegnen, vier auf unterschiedlichste Art verschlossene Wesen, die sich gegenüber fremden Menschen sehr viel leichter öffnen, als vor der eigenen Familie…

Mit seinem neuen Stück AUSTERN hat Folke Braband ein ebenso wunderbar komisches, wie anrührendes Stück für eine Parkbank und vier, auf tolle Rollen hungrige Schauspieler*innen geschrieben. Eine echte Perle!

3D, 1H, 1 Dek 

Frei zur Uraufführung