25.02.2021

Aktuell

Neuigkeiten und Pläne

Die Pandemie sorgt weiter für Absagen, Verschiebungen, Ungemach…

Die für den 05.02.21 angedachte Premiere von NUR DREI WORTE von Joanna Murray-Smith an den Schauspielbühnen Stuttgart – mit Lisa Wildmann, Julia Bremermann, Natalie O´Hara und René Steinke wurde um ein Jahr auf den 04.02.22 verschoben.  schauspielbuehnen.de

Auch die komplett fertiggestellte Produktion von Ayckbourns Weihnachtsklassiker SCHÖNE BESCHERUNGEN, die am 4.12.2020 im Schillertheater Premiere feiern sollte, musste um ein Jahr verschoben werden. Geplante Premiere mit Katja Weitzenböck, Marion Kracht, Sabine Fürst, Julia Philippi, Tommaso Cacciapuoti, Oliver Dupont, Alexis Kara, Timothy Peach und Achim Wolff nun am – 28.11.2021. Komoedie-berlin.de

Aktuell inszeniert Braband eine neue Komödie aus eigener Feder RENT A FRIEND. Die Uraufführung mit Alessija Lause, Bürger Lars Dietrich, Michael Mendl und Caroline Beil, ursprünglich für 13.3.21 angedacht, soll nun am 08.01.22 Premiere im Schloßparktheater feiern.  schlossparktheater.de      sesslerverlag.at

ORF 3 zeigt zwei Braband Inszenierungen der Wiener Josefstadt. Am 9.4. DER VORNAME, sowie am 16.4. DIE LIEBE GELD jeweils um 20:15.

 

25.02.2021

Nur drei Worte

Altes Schauspielhaus Stuttgart

Aus den allseits bekannten Gründen muss auch NUR DREI WORTE auf seine Stuttgarter Premiere warten. (04.02.22)

Im Herbst 2021 (02.-25.11.2021) wird NUR DREI WORTE mit der Konzertdirektion Landgraf auf Tournee gehen.

Tess und Curtis gelten als das ideale Ehepaar. Sie sind gut situiert, beruflich erfolgreich, haben ein schönes Haus und eine fast erwachsene Tochter. Doch bei einem gemeinsamen Abendessen mit ihren besten Freundinnen, dem Ehepaar Annie und Bonnie, lassen sie die Bombe platzen: „Wir trennen uns“. Für Annie und Bonnie bricht eine Welt zusammen. Was soll nun aus dem bislang unzertrennlichen Quartett werden? Das komplette Lebenskonzept der vier wird plötzlich hinterfragt. Bald zeigt sich, dass dieser eine, beiläufig dahingeworfene Satz eine Dynamik entwickelt, die niemand voraussehen konnte und die nicht kontrollierbar ist. Joanna Murray-Smith ist eine der erfolgreichsten australischen Gegenwartsdramatikerinnen. Ihre spannungsreichen, intelligenten und pointierten Stücke wurden vielfach mit Preisen ausgezeichnet.

Regisseur Folke Braband hat 2019 bereits mit seiner Inszenierung „Der Gott des Gemetzels“ bewiesen, dass er ein sicheres Gespür für die Abgründe menschlicher Beziehungen besitzt – ebenso wie für den Humor, der darin lauert. „Nur drei Worte“ verspricht wieder bestes Schauspielertheater.

13.12.2020

Schöne Bescherungen

Komödie im Schillertheater

Eigentlich hätte es am 4.12.2020 im Schillertheater die Premiere von Ayckbourns „Schöne Bescherungen“ geben sollen, aber dann – ihr wisst schon…

Aus den allseits bekannten Gründen wurde diese Produktion nun auf den 28.11.2021 verschoben. Hoffen wir, dass bis dahin der Spuk vorbei ist.

Der Komödienklassiker „Schöne Bescherungen“ nimmt in unnachahmlicher Weise das Spannungspotential der Weihnacht unter die Lupe und feiert im schicken Haus von Neville und seiner Frau Belinda ein Familienfest, bei dem die gutbürgerliche Fassade ordentlich ins Wanken gerät. Die Erwartungen liegen hoch, die Nerven blank. Als zu den innerfamiliären Streitigkeiten Schwägerin Rachel auch noch ihren Schwarm, den attraktiven Schriftsteller Clive, zur Bescherung präsentiert, geraten sämtliche Frauenherzen in Wallung und der hochnotkomische Weihnachts-Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Alan Ayckbourn hat eine Ensemblekomödie mit ebenso hinreißenden wie berührenden Figuren geschrieben, eine „fröhliche“ Weihnacht, die an Slapstick, Witz und Wiedererkennungsmomenten nicht zu überbieten ist.

26.09.2020

Die Liebe Geld

Kammerspiele Wien

Alfred Henrich braucht Geld für ein Geschenk zum Hochzeitstag und erlebt ein Trauma: Der Geldautomat verwehrt ihm seit Tagen den Zugriff auf sein Konto. Die Betreuerin versichert ihm, dass es seinen Ersparnissen gut gehe, dass sie aber gerade auf „Geschäftsreise“ seien. Und der smarte Bankdirektor will über alles reden, nur nicht über Finanzen. Lieber präsentiert er dem verzweifelten Kunden die Bank der Zukunft, die das Menschliche in den Vordergrund stellt. – Was vor allem bei Ulli, Alfreds Ehefrau, überraschend gut ankommt…

Wie Glattauers Vorgänger dürfte auch diese herrlich-komische, dabei bitterböse Bankengroteske ein absoluter Hit werden. Ein wunderbar irrwitziger, grotesker Spießrutenlauf eines „kleinen Mannes“ im Kampf um seine Rechte, den Regisseur Folke Braband im schicken Glas- und Neon Bühnenbild (Video-Projektionen inklusive) von Stephan Dietrich sehr flott und sicher inszeniert hat. Da sitzen die Pointen, da stimmen Tempo und Timing, da ist auch dank der geschliffenen Dialoge Gelächter stets garantiert. Kurier

Roman Schmelzer, als Meister der 101 Masken der komischen Verzweiflung… Michael Dangl als ölig-jovialer Banker-Populist, als Sektenchef der Hochfinanz, als nestroyianischer Dämon der Geldmafia. Mottingers Meinung

Josefstadt.org

07.09.2020

Die Maria und der Mohamed

Maria ist eine starke alte Dame, die auf die Neunzig zugeht. Sie war ihr Leben lang selbstbestimmt. Daher redet ihre Tochter Hanna gegen eine Wand, als sie der betagten Mutter klarzumachen versucht, dass sie Hilfe brauche. Eines Tages bringt Hanna, die sich in der Flüchtlingshilfe engagiert ihren Schützling Mohamed mit. Maria betrachtet den syrischen Flüchtling anfangs skeptisch. Sie spart nicht mit Kritik an der Asylpolitik:  Maria, einst überzeugte Grüne und Friedensaktivistin, deren soziale Haltung Hanna geprägt hat, vertritt plötzlich Ansichten, mit denen rechte Parteien Wahlen gewinnen? Die Tochter versteht die Welt nicht mehr. Umso mehr staunt sie, dass Maria mit dem jungen Syrer das gelingt, was ihr selbst verwehrt blieb. Die beiden, durch ihre Vergangenheit traumatisierten Menschen finden zueinander.

Dieses Stück ist nicht nur ein genialer Bühnenstoff, es ist filmreif! Folke Braband trifft den heiklen Punkt einer zwischen rechten und linken Scheuklappen geführten Asyldebatte. Abseits oberflächlicher Abstempelungen zu Gutmensch oder Bösmensch kristallisiert sich eine klare Haltung her-aus, die den Blick auf das Wesentliche, das Einzelschicksal, schärft. Im Mittelpunkt steht eine unbestechliche Frau, deren scharfer Verstand und Herz im Einklang sind. Es geht um Flucht, Trauma, Krankheit und selbstbestimmten Tod. Und das in einer klugen Komödie! Wie geht sich das aus? Die Maria und der Mohamed zeigen es!

07.10.2019

Der Vorname

Kammerspiele Wien

Ein geselliges Get-together unter Freunden im Pariser Akademikermilieu, das sich vor allem über seinen noblen Geschmack und ihre Political-correctness definiert. Genau diese fühlt sich persönlich angegriffen, als der werdende Vater Vincent verkündet, sein Kind Adolphe nennen zu wollen. Über witzige Diskussionen mit abstrusen Argumenten offenbaren sich im Laufe des Abends allerdings obendrein noch Familiengeheimnisse, die das Fass tatsächlich zum Überlaufen bringen.

Regisseur Folke Braband hat im schicken Wohnzimmer-Bühnenbild von Tom Presting punktgenau inszeniert. Da stimmen Tempo und Timing, da werden die Pointen treffend serviert, da machen die (nicht nur) verbalen Spiegelfechtereien einfach sehr viel Spaß. Auch und vor allem dank des furios aufspielenden Darstellerquintetts. Das dürfte ein echter Renner werden. Kurier

Mit viel Gespür für Doppelsinn und Hintersinn haben Folke Braband und seine Schauspieler die bildungsbürgerliche Fassade der Familie zum Zerbröseln gebracht. „Der Vorname“ an den Kammerspielen ist ein scharfzüngiges, augenzwinkerndes, aberwitziges Stück Theater. Und absolut sehenswert! Mottingers Meinung

josefstadt.org

17.03.2019

Monsieur Pierre geht online

Winterhuder Fährhaus

Der Witwer Pierre wird von seiner Tochter überredet, sich mit der fabelhaften Welt des Internets zu beschäftigen. Auf einer Dating-Plattform lernt er die junge Flora kennen, die seinen Formulierungskünsten erliegt und ihn unbedingt kennen lernen möchte. Dumm nur, dass er für sein Profil das Foto von Alex, dem Freund seiner Enkelin, benutzt hat.

Jochen Schropp und Walter Plathe erweisen sich als eine tolle Bühnen-Kombi. Plathe ist ganz kauziger Griesgram und Regisseur Braband und seinem bestens aufgelegten Ensemble gelingt hier ein charmant verspielter, sehr vergnüglicher und ebenso opa- wie enkeltauglicher Abend. Berliner Morgenpost

Die Theaterfassung von Folke Braband, der das Stück auch inszenierte, hatte eine melancholische Süße und bittersüße Leichtigkeit. (…) Walter Plathe zeigt sich in der Rolle des alten Zausels Pierre so anrührend, wie man ihn lange nicht erlebt hat. Der Spezialist für knorrige Urtypen mal ganz verletzlich – das geht ans Herz. Chapeau! B.Z.

Vom 22.10.-22.11.20 geht die Produktion auf Tournee durch den deutschsprachigen Raum.

gastspiel.komoedie-berlin.de

Folke Braband Regisseur

© Loredana La Rocca