26.09.2020

Aktuell

Neuigkeiten und Pläne

Endlich wieder Theater! Die erste Premiere in Zeiten der Krise, deren Namen wir nicht nennen wollen. „Da sitzen die Pointen, da stimmen Tempo und Timing, da ist auch dank der geschliffenen Dialoge Gelächter stets garantiert.“ so der Kurier über die Uraufführung von Daniel Glattauers Bankenfarce DIE LIEBE GELD am 24.9. in den Wiener Kammerspielen. josefstadt.org

Ebenfalls auf dem Spielplan der Wiener Kammerspiele steht weiterhin Brabands Erfolgsinszenierung DER VORNAME „Perfekt getimte, intelligente Unterhaltung“ schreibt die Wiener Zeitung „Heiter, bitter, aktuell und sehenswert“ urteilt Die Presse, „Das dürfte ein Renner werden“ das Fazit vom Kurier.  josefstadt.org

Als Autor wurde Braband am Theater Matte in Bern uraufgeführt. Über DIE MARIA UND DER MOHAMED schreibt die Bernerkulturagenda BKA „Die im Mittelpunkt stehende Menschlichkeit räumt mit verbreiteten Feindbildern auf und regt zum Diskurs einer zwischen rechten und linken Scheuklappen geführten Asyldebatte an.“  theatermatte.ch

Am 12.10. beginnen die Proben zu SCHÖNE BESCHERUNGEN von Alan Ayckbourn an der Komödie im Schillertheater Berlin. Premiere 29.11.20.  komoedie-berlin.de

 

26.09.2020

Die Liebe Geld

Kammerspiele Wien

Alfred Henrich braucht Geld für ein Geschenk zum Hochzeitstag und erlebt ein Trauma: Der Geldautomat verwehrt ihm seit Tagen den Zugriff auf sein Konto. Die Betreuerin versichert ihm, dass es seinen Ersparnissen gut gehe, dass sie aber gerade auf „Geschäftsreise“ seien. Und der smarte Bankdirektor will über alles reden, nur nicht über Finanzen. Lieber präsentiert er dem verzweifelten Kunden die Bank der Zukunft, die das Menschliche in den Vordergrund stellt. – Was vor allem bei Ulli, Alfreds Ehefrau, überraschend gut ankommt…

Wie Glattauers Vorgänger dürfte auch diese herrlich-komische, dabei bitterböse Bankengroteske ein absoluter Hit werden. Ein wunderbar irrwitziger, grotesker Spießrutenlauf eines „kleinen Mannes“ im Kampf um seine Rechte, den Regisseur Folke Braband im schicken Glas- und Neon Bühnenbild (Video-Projektionen inklusive) von Stephan Dietrich sehr flott und sicher inszeniert hat. Da sitzen die Pointen, da stimmen Tempo und Timing, da ist auch dank der geschliffenen Dialoge Gelächter stets garantiert. Kurier

Roman Schmelzer, als Meister der 101 Masken der komischen Verzweiflung… Michael Dangl als ölig-jovialer Banker-Populist, als Sektenchef der Hochfinanz, als nestroyianischer Dämon der Geldmafia. Mottingers Meinung

Josefstadt.org

07.09.2020

Die Maria und der Mohamed

Maria ist eine starke alte Dame, die auf die Neunzig zugeht. Sie war ihr Leben lang selbstbestimmt. Daher redet ihre Tochter Hanna gegen eine Wand, als sie der betagten Mutter klarzumachen versucht, dass sie Hilfe brauche. Eines Tages bringt Hanna, die sich in der Flüchtlingshilfe engagiert ihren Schützling Mohamed mit. Maria betrachtet den syrischen Flüchtling anfangs skeptisch. Sie spart nicht mit Kritik an der Asylpolitik:  Maria, einst überzeugte Grüne und Friedensaktivistin, deren soziale Haltung Hanna geprägt hat, vertritt plötzlich Ansichten, mit denen rechte Parteien Wahlen gewinnen? Die Tochter versteht die Welt nicht mehr. Umso mehr staunt sie, dass Maria mit dem jungen Syrer das gelingt, was ihr selbst verwehrt blieb. Die beiden, durch ihre Vergangenheit traumatisierten Menschen finden zueinander.

Dieses Stück ist nicht nur ein genialer Bühnenstoff, es ist filmreif! Folke Braband trifft den heiklen Punkt einer zwischen rechten und linken Scheuklappen geführten Asyldebatte. Abseits oberflächlicher Abstempelungen zu Gutmensch oder Bösmensch kristallisiert sich eine klare Haltung her-aus, die den Blick auf das Wesentliche, das Einzelschicksal, schärft. Im Mittelpunkt steht eine unbestechliche Frau, deren scharfer Verstand und Herz im Einklang sind. Es geht um Flucht, Trauma, Krankheit und selbstbestimmten Tod. Und das in einer klugen Komödie! Wie geht sich das aus? Die Maria und der Mohamed zeigen es!

07.10.2019

Der Vorname

Kammerspiele Wien

Ein geselliges Get-together unter Freunden im Pariser Akademikermilieu, das sich vor allem über seinen noblen Geschmack und ihre Political-correctness definiert. Genau diese fühlt sich persönlich angegriffen, als der werdende Vater Vincent verkündet, sein Kind Adolphe nennen zu wollen. Über witzige Diskussionen mit abstrusen Argumenten offenbaren sich im Laufe des Abends allerdings obendrein noch Familiengeheimnisse, die das Fass tatsächlich zum Überlaufen bringen.

Regisseur Folke Braband hat im schicken Wohnzimmer-Bühnenbild von Tom Presting punktgenau inszeniert. Da stimmen Tempo und Timing, da werden die Pointen treffend serviert, da machen die (nicht nur) verbalen Spiegelfechtereien einfach sehr viel Spaß. Auch und vor allem dank des furios aufspielenden Darstellerquintetts. Das dürfte ein echter Renner werden. Kurier

Mit viel Gespür für Doppelsinn und Hintersinn haben Folke Braband und seine Schauspieler die bildungsbürgerliche Fassade der Familie zum Zerbröseln gebracht. „Der Vorname“ an den Kammerspielen ist ein scharfzüngiges, augenzwinkerndes, aberwitziges Stück Theater. Und absolut sehenswert! Mottingers Meinung

josefstadt.org

17.03.2019

Monsieur Pierre geht online

Winterhuder Fährhaus

Der Witwer Pierre wird von seiner Tochter überredet, sich mit der fabelhaften Welt des Internets zu beschäftigen. Auf einer Dating-Plattform lernt er die junge Flora kennen, die seinen Formulierungskünsten erliegt und ihn unbedingt kennen lernen möchte. Dumm nur, dass er für sein Profil das Foto von Alex, dem Freund seiner Enkelin, benutzt hat.

Jochen Schropp und Walter Plathe erweisen sich als eine tolle Bühnen-Kombi. Plathe ist ganz kauziger Griesgram und Regisseur Braband und seinem bestens aufgelegten Ensemble gelingt hier ein charmant verspielter, sehr vergnüglicher und ebenso opa- wie enkeltauglicher Abend. Berliner Morgenpost

Die Theaterfassung von Folke Braband, der das Stück auch inszenierte, hatte eine melancholische Süße und bittersüße Leichtigkeit. (…) Walter Plathe zeigt sich in der Rolle des alten Zausels Pierre so anrührend, wie man ihn lange nicht erlebt hat. Der Spezialist für knorrige Urtypen mal ganz verletzlich – das geht ans Herz. Chapeau! B.Z.

Vom 22.10.-22.11.20 geht die Produktion auf Tournee durch den deutschsprachigen Raum.

gastspiel.komoedie-berlin.de

Folke Braband Regisseur

© Loredana La Rocca