06.04.2018

Aktuell

Neuigkeiten und Pläne

„Immer dicht am Rand der Groteske, aber doch so gefühlsstark, dass man als Zuschauer wirklich tief getroffen wird. Die Komödie wird dank Brabands Regie zur Tragikomödie. Eine Glanzleistung, der Regiekunst“ so Peter Claus von rbb Kulturradio über Florian Zellers DIE WAHRHEIT mit Michael von Au, Katharine Mehrling, Katharina Abt und Oliver Dupont am Schlossparktheater (10.3.) schlossparktheater.de

„Zwei Stunden lang wird unentwegt gekichert, gelacht und geprustet wie schon lange nicht mehr…“ so der Kölner Express über Brabands Arbeit an Ray Cooneys FUNNY MONEY im Theater am Dom. (23.11.) theateramdom.de

„Brüllende Komik, Slapstick und Satire“ konstatierte der Wiener Kurier über Brabands Theater in der Josefstadt-Debut von Georges Feydeaus Komödienklassiker WIE MAN HASEN JAGT. (Premiere 21.9.) josefstadt.org

Aktuell inszeniert Braband PENSION SCHÖLLER in einer eigenen Fassung für das Theater Ingolstadt. Premiere am 28.4. theater.ingolstadt.de

Ab dem 2.5. steht noch einmal Brabands Dauerbrenner LADIES NIGHT für 2 Wochen auf dem Spielplan der Komödie in Berlin. Nach 14 Jahren und über 600 Vorstellungen – ein letztes Mal, vor dem skandalösen Abriss der Traditionsbühnen am Kurfürstendamm. komoedie-berlin.de

13.03.2018

Die Wahrheit

Schlossparktheater

„Wenn die Leute von heute auf morgen aufhören würden, sich zu belügen, gäbe es kein einziges Paar mehr auf Erden und in gewisser Hinsicht wäre das das Ende der Zivilisation“ lautet Michels Credo. Er hat allen Grund, die Wahrheit zu meiden, hat er doch seit sechs Monaten ein Verhältnis mit der Ehefrau seines besten Freundes. Die Wahrheiten, die Michel im Laufe um den Kopf fliegen, entziehen dem betrogenen Betrüger den Boden unter den Füßen.

Bewundernswert, wie dramaturgisch durchtrieben Zeller mit immer neuen und überraschenden Wendungen und Volten die Handlung vorantreibt. Immer wenn man glaubt, die Wahrheit zu wissen, wird sie unvermittelt wieder auf den Kopf gestellt, so dass man bis zum überraschenden Schluss in Atem gehalten wird.

Die Klugheit des Textes, der Inszenierung, des Schauspiels packen das Publikum im Handumdrehen. Regisseur Folke Braband hat temporeich, mit verführerischem Charme, elegant inszeniert. Es wird eine scharfe Satire auf eine verkommene Gesellschaftsmoral offeriert, immer dicht am Rand der Groteske, aber doch so  gefühlsstark, dass man als Zuschauer wirklich tief getroffen wird. Die Komödie wird dank Brabands Regie zur Tragikomödie. Peter Claus, rbb Kulturradio

Infos unter schlossparktheater.de

24.11.2017

Funny Money

Theater am Dom

Heiner Liebig verwechselt in der U-Bahn seine Aktentasche und ist plötzlich Besitzer von 1,5 Millionen Euro. Sofort erwacht in Heiner kriminelle Energie. Er plant auf der Stelle samt Geld und Frau aus Deutschland zu verschwinden, was sich allerdings als schwierig erweist, weil seine Geburtstagsgäste vor der Türe stehen und sich plötzlich zwei ausgesprochen bestechlich zeigende Polizisten für Heiner interessieren. Als dann auch noch der eigentliche Inhaber des Geldes tot im Rhein gefunden und ein mordlustiger Gangster auftaucht, ist das Chaos perfekt. Eine typische Cooney – Farce aus der Feder des Mannes, der Straßenfeger wie AUßER KONTROLLE, TAXI-TAXI oder MRS. MARKHAM schrieb.

„Zwei turbulente Stunden voller wahnwitziger Szenen und Gags. Was für ein Spaß! Im Theater am Dom wird unentwegt gekichert, gelacht und geprustet wie schon lange nicht mehr in der 50jährigen kölschen Boulevard-Bastion. Ein Kölner Glanzlicht in dunkler Jahreszeit.“ Express

Termine und Infos unter: theateramdom.de

25.09.2017

Wie man Hasen jagt

Theater in der Josefstadt

Die Jagdsaison ist eröffnet, Monsieur Duchotel geht auf die Pirsch. Aber nicht, um diverses Wild zu erlegen, wie er seiner Frau Léontine weismacht. Sein „Hase“ ist weiblich und äußerst menschlich. Das kommt dem Arzt Moricet, Freund des Hauses, gerade recht, denn der hat sich längst auf die Fährte der schönen Léontine gesetzt. Und so trifft man sich zur allgemeinen Überraschung in Madame Latours ehrenwertem Haus für gehobene und andere Kreise. Zur allgemeinen Verwirrung taucht auch noch Duchotels smarter Neffe auf, der amouröse Abenteuer sucht, gefolgt vom gehörnten Cassagne, der seine Gattin der Untreue überführen will, und einem seltsamen Polizeikommissar. Eine Katastrophe! Die Anwesenden setzen alles daran, das Jägerlatein, in das sie sich verheddert haben, so weiterzuspinnen, um in einer Gesellschaft, in der ohnehin nichts stimmt, wieder Ordnung eintritt.

Regisseur Folke Braband erfreut mit seiner inspirierten, präzisen Regie. Tempo und Timing stimmen, die Pointen sitzen punktgenau. Braband und sein Ensemble haben sichtlich Spaß an der Figurenüberzeichnung. Die Not ihrer Figuren wird von den Darstellern dabei bitterernst genommen, dies das erste Gebot für gute Komödien, denn nur so kann Komik entstehen. Mottingers Meinung

josefstadt.org

17.01.2016

Lieber schön

Komödie Berlin

Ein harmloses kleines Adjektiv entzündet darin einen Beziehungskrach biblischen Ausmaßes: Im Gespräch mit seinem Machokumpel Kent hat Greg das Aussehen seiner Freundin Steph „normal“ genannt. Als Steph davon erfährt, rastet sie aus – in ihren Augen hätte Greg auch gleich „hässlich“ sagen können. Tief verletzt packt sie ihre Sachen und verlässt ihn. Die Wogen ihrer Wut erfassen auch das labile Gleichgewicht zwischen Kent und dessen Frau Carly, die eng mit Steph befreundet ist. Greg versteht die Welt nicht mehr – bis er merkt, dass er sie nie verstanden hat und noch einmal ganz von vorn beginnen muss.

Folke Braband inszeniert feinsten, puristisch modernen Boulevard. Diese Aufführung ist spielerisch auf Hochtouren, sie ist unerhört witzig. (…) Alle Sympathien der Regie und des Publikums gehören ohnehin dem missverstandenen Greg. Oliver Mommsen spielt ihn mit Humor, mit scheinbar grenzenlosem Harmoniebedürfnis, dann aber auch mit tieferer Nachdenklichkeit und schließlich mit Freude, es dem verlogenen Kent mit einer naheliegenden Rache heimzuzahlen. All dies auf einer klaren unverstellten Bühne, wie in einem virtuellen Schaukasten ausgestellt, rasch und pointiert gespielt.rbb kulturradio

Wiederaufnahme Komoedie/Berlin 08.-26.11.2017

weitere Informationen unter: www.komoedie-berlin.de

29.11.2015

Auf Messers Schneide (Cancun)

Schlossparktheater Berlin

Zwei befreundete Ehepaare machen gemeinsam Urlaub in Cancun, Mexiko. Aber was, wenn du plötzlich aufwachst und der beste Freund deines Mannes plötzlich behauptet, er sei mit dir verheiratet – seit 25 Jahren. Und das andere Paar dieses „Spiel“ auch noch mitspielt? Wenn der Traumurlaub plötzlich zum Albtraum wird? Es entspinnt sich ein tragikomisches Verwirrspiel um Identitäten und Paarungen, in dessen Zentrum die Hauptfigur all ihrer Gewissheiten beraubt wird – eine Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs. Galceran spielt gekonnt mit der Erwartungshaltung und Kombinationsgabe der Zuschauer und zwingt uns, Lebenswege aus einer radikal anderen Perspektive zu betrachten.

Regisseur Folke Braband gelingt es, derbe Komik, leisen Witz und die Tragik tiefer Verletzbarkeit geschickt im Gleichgeweicht zu halten, um die Grundfrage des Stückes „Wie geht der Mensch mit seiner Sehnsucht um?“ nie aus den Augen zu verlieren. Dieser magische und intelligente Abend entlässt den Zuschauer schließlich mit vielen Fragen in die Nacht. So mancher blickt da nach dem Schlussapplaus zu seinem Partner im Theatersessel neben sich und überlegt kurz, ob er überhaupt der richtige ist, denn…was wäre wenn? Sued-West.net

weitere Infos unter: www.schlosspark-theater.de

21.09.2013

Der Mentor

Winterhuder Fährhaus

Zwei Literaten treffen sich im Rahmen eines hochdotierten Kulturprojekts in einem abgeschiedenen Herrenhaus. Der angesehene Benjamin Rubin soll als Mentor mit dem jüngeren Kollegen Martin Wegner an dessen Theaterstück Namenlos arbeiten. Eine Woche intensiver Gedankenaustausch in der Natur, direkt am Froschteich, umsorgt vom rührigen Kulturfunktionär und verhinderten Maler Wangenroth. Martins erwartete Ermutigung von Seiten des bestellten Mentors bleibt allerdings aus. Mit messerscharfer Argumentation entlarvt Rubin die Schwächen von Martins Drama, aber jeder Pfeil, den er gegen den jungen Kollegen abschießt, trifft ihn auch selbst, und zwar dort, wo es am meisten schmerzt: bei seinem fortgeschrittenen Alter.

Folke Braband hat Daniel Kehlmanns bitterbösen Geniestreich „Der Mentor“ irre schnell und irre unterhaltsam mit einem großartigen Ensenble für die Kudamm-Komödie inszeniert. Da möchte man jede Zeile auswendig lernen. Ganz großes Theater-Tennis! B.Z.

Tournee vom 15.1.-28.2.2016

weitere Informationen unter: www.komoedie-berlin.de

Folke Braband Regisseur

© Loredana La Rocca