10.06.2016

Aktuell

Neuigkeiten und Pläne

Am 02.06. feierte Folke Braband eine erfolgreiche Uraufführung von Anton Burges BETTE UND JOAN mit Manon Straché und Desireé Nick am Ernst Deutsch Theater in Hamburg (2.6.)

Ebenfalls viel Applaus und schöne Kritiken gab es für die Operette DIE SCHÖNE HELENA (19.03) von Jacques Offenbach in einer Fassung von Peter Hacks im Theater Ingolstadt, die vom Bayrischen Rundfunk für den Operetten-Preis „Frosch des Jahres“ nominiert wurde.

Brabands Inszenierung von Neil LaButes LIEBER SCHÖN an der Komödie am Kurfürstendamm wurde zu den Hamburger Privattheatertagen eingeladen (20.6.-3.7.) und ist am 30.06. in den Hamburger Kammerspielen zu sehen.

An den Wiener Kammerspiele steht weiterhin Michael Frayns turbulente Farce „Der nackte Wahnsinn“ mit u.a. Michael von Au, Ulli Maier, Heribert Sasse und Alexander Pschill auf dem Spielplan. Der Standard schreibt: „Regisseur Folke Braband ist hier die oberste Gottesinstanz. Ihm ist ein kleines, feines, bitterböses Meisterwerk gelungen.“

Aktuell probt Braband ebenfalls an den Wiener Kammerspielen die Uraufführung von MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER (Premiere 09.09.2016)

06.06.2016

Bette und Joan

Ernst-Deutsch-Theater

Bette Davis und Joan Crawford, zwei der ganz großen Hollywood Legenden, treffen bei den Dreharbeiten zum Kultfilm »Was geschah wirklich mit Baby Jane?« aufeinander. Beide sind am Tiefpunkt ihrer Karriere und der Film soll sie wieder an die Spitze katapultieren, ein Scheitern ist nicht vorgesehen. Genauso groß wie die Egos der beiden oscarprämierten Filmdiven ist die Fehde, die sie am Set miteinander austragen. Hinter dem heftigen, bitterkomischen Schlagabtausch lernen wir zwei sensible Frauen kennen, die sich mit all‘ ihren Unsicherheiten im gnadenlosen Hollywoodtheater, wie im eigenen Leben, immer wieder neu behaupten müssen. Als Schauspielerinnen sind sie mit ihrer Intensität und ihrem Mut, moderne Frauenschicksale schonungslos zu zeichnen, ihrer Zeit weit voraus…

Sie hätten Freundinnen sein können, betont die gelungene Inszenierung (Regie: Folke Braband) immer wieder. Joan Crawford ist eine Paraderolle für Nick, die ihre langen Beine zeigen darf, während Straché selbstbewusst die uneitle Davis interpretiert. Ein kurzweiliger Abend, der auch einen Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik wirft. Hamburger Morgenpost

www.ernst-deutsch-theater.de

28.03.2016

Die schöne Helena

Theater Ingolstadt

Helena, der schönsten Frau der Welt, ist langweilig. Eigentlich ist man – also Frau – treu, aber das göttliche Schicksal und die Aussicht auf einen jungen, schönen Prinzen haben doch ihren Reiz. Als dann beim großen schöngeistigen Wettbewerb neben den großen Helden der Antike auch ein junger Schäfer auftaucht, wird Wunsch zum Traum und aus Traum wird Wirklichkeit. Mit »Die schöne Helena« schuf Jacques Offenbach eine Opéra-bouffe, die die Vorgeschichte des Trojanischen Krieges auf das Korn nimmt. Im Fadenkreuz befinden sich die vorgeschobenen Moralvorstellungen der Herrschenden und der geschäftsmäßige Umgang mit den Göttern. Eine große Persiflage auf die Antike – so verspielt und anzüglich, wie die alten Götter selbst.

Mit gewaltigem Jubel feierte das Publikum am Samstag im Stadttheater die Premiere ›Die schöne Helena‹. Der Berliner Regisseur Folke Braband hat den Stoff aus der griechischen Mythologie kunstvoll und köstlich (…) auf die Bühne gebracht. (…) Großartig, wie es Braband gelungen ist, mit seinen Schauspielern künstlerisch anspruchsvoll typengerechte Karikaturen einzustudieren.« (…) Spannende Theaterkunst und Unterhaltung vom Besten.« Neuburger Rundschau

Infos unter: www.theater.ingolstadt.de

19.10.2015

Der nackte Wahnsinn

Kammerspiele Wien

Chaos pur: Die Truppe eines Tourneetheaters steht mit der Komödie „Nackte Tatsachen“ unmittelbar vor der Premiere und nichts klappt. Kein Wunder, dass allmählich nicht nur die Nerven des Regisseurs blank liegen, wenn Dotty zum x-ten Mal ihr Requisit vergisst, Selsdon vom Alkoholkonsum abgehalten werden muss und Brooke schon wieder ihre Kontaktlinsen verloren hat. Die Idee zu seinem Stück, der „Mutter“ aller Komödien, dem Theaterspaß schlechthin, hatte der Autor Michael Frayn, als er eines seiner Stücke einmal aus der Perspektive von hinter der Bühne sah und dachte: „Von hinten ist es komischer als von vorn“. Von diesem Erlebnis inspiriert schrieb er sein Erfolgsstück über den Zerfall einer Theatertruppe und den alltäglichen kleinen und großen „Tragödien“ hinter den Kulissen. Der besondere Clou: Im zweiten Akt ist die Bühne um 180° gedreht und was dem Zuschauer sonst verborgen bleibt ist sichtbar. Dieser Theaterabend ist eine grandiose Liebeserklärung an das Theater und eine herrliche Herausforderung für das Ensemble.

Regisseur Folke Braband ist hier die oberste Gottesinstanz. Ihm ist ein kleines, feines, bitterböses Schöpfungswerk gelungen. Der Standard

weitere Informationen unter www.josefstadt.org

Folke Braband Regisseur

© Loredana La Rocca