25.09.2017

Aktuell

Neuigkeiten und Pläne

„Brüllende Komik, Slapstick und Satire“ konstatierte der Wiener Kurier über WIE MAN HASEN JAGT am Theater in der Josefstadt.

Mit FEHLER IM SYSTEM feierte Braband als Autor eine hochgelobte DEA am Schlossparktheater.

Außerdem gab es in diesem Jahr bereits drei erfolgreichen Wiederaufnahmen:

ZWEI WIE WIR mit Stefan Jürgens auf Tournee.

LADIES NIGHT, nach 600 Vorstellungen wieder am Fritz Remond Theater.

BETTE UND JOAN mit Manon Straché und Désirée Nick im Theater am Kurfürstendamm.

Braband aktuell auf den Spielplänen:

Über 80 ausverkaufte Vorstellungen an den Wiener Kammerspielen – MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER.

Schlossparktheater: END OF THE RAINBOW mit Katharine Mehrling als Judy Garland.

Komödie/Berlin: LIEBER SCHÖN mit u.a. Oliver Mommsen und Tanja Wedhorn.

Komoedie im Bayerischen Hof: LADIES NIGHT.

Proben laufen zu Ray Cooneys FUNNY MONEY / Theater am Dom. (Premiere 23.11.17)

 

25.09.2017

Wie man Hasen jagt

Theater in der Josefstadt

Die Jagdsaison ist eröffnet, Monsieur Duchotel geht auf die Pirsch. Aber nicht, um diverses Wild zu erlegen, wie er seiner Frau Léontine weismacht. Sein „Hase“ ist weiblich und äußerst menschlich. Das kommt dem Arzt Moricet, Freund des Hauses, gerade recht, denn der hat sich längst auf die Fährte der schönen Léontine gesetzt. Und so trifft man sich zur allgemeinen Überraschung in Madame Latours ehrenwertem Haus für gehobene und andere Kreise. Zur allgemeinen Verwirrung taucht auch noch Duchotels smarter Neffe auf, der amouröse Abenteuer sucht, gefolgt vom gehörnten Cassagne, der seine Gattin der Untreue überführen will, und einem seltsamen Polizeikommissar. Eine Katastrophe! Die Anwesenden setzen alles daran, das Jägerlatein, in das sie sich verheddert haben, so weiterzuspinnen, um in einer Gesellschaft, in der ohnehin nichts stimmt, wieder Ordnung eintritt.

Regisseur Folke Braband erfreut mit seiner inspirierten, präzisen Regie. Tempo und Timing stimmen, die Pointen sitzen punktgenau. Braband und sein Ensemble haben sichtlich Spaß an der Figurenüberzeichnung. Die Not ihrer Figuren wird von den Darstellern dabei bitterernst genommen, dies das erste Gebot für gute Komödien, denn nur so kann Komik entstehen. Mottingers Meinung

josefstadt.org

04.03.2017

Fehler im System

Schlossparktheater

Emma hat eigentlich genug Probleme. Ihr Vater steckt mitten in einer Geschlechtsumwandlung, ihren Freund Oliver hat sie vor die Tür gesetzt… Doch kurz danach steht er wieder da: Oliver Vierpunktnull. Hallo. Guten Tag. Bald ist klar, dass Oliver 4.0 eine künstliche Intelligenz ist, ein menschenähnlicher Computer, der über eine Agentur als Haushaltsroboter für Emma ermittelt wurde. Im Laufe des Geschehens entwickelt die virtuelle Haushaltshilfe ungeahnte Fähigkeiten, nimmt menschliche Züge an, erweist sich nicht nur als optische Kopie, sondern auch als perfekter Ersatz für den echten Oliver. Doch was passiert, wenn ein Roboter plötzlich die Liebe entdeckt? Hat er Kontrolle über seine Gefühle? Und welche Auswirkungen hat ein noch so kleiner Fehler im System?

Autor und Regisseur Folke Braband treibt ein situationskomisches Possenspiel mit den Möglichkeiten neuer Techniken, geerdet im guten alten Komödienprinzip des Boy meets Girl. Beim Publikum des Schlosspark Theaters kommt das sehr gut an. Eben weil die Irrungen und Wirrungen der Verwandlungen auf der tollen coolen Loft-Bühne von Tom Presting so menschlich, allzu menschlich, zum Ausdruck gebracht werden. Hintersinnig und flott. InfoRadio RBB

Nächste Spieltermine: 20.-26.11. 2017

Infos: www.schlossparktheater.de

 

21.09.2016

Monsieur Claude und seine Töchter

Kammerspiele Wien

Monsieur Claude und seine Frau Marie sind ein zufriedenes Ehepaar in der französischen Provinz und haben vier ziemlich schöne Töchter. Am glücklichsten sind sie, wenn die Familientraditionen genau so bleiben wie sie sind. Erst als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen verheiraten, geraten sie unter Anpassungsdruck. In die französische Lebensart weht der raue Wind der Globalisierung und jedes gemütliche Familienfest gerät zum interkulturellen Minenfeld. Musik in den Elternohren ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen – Halleluja! – französischen Katholiken zu heiraten. Doch als sie ihrem vierten Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Monsieur Claude der Geduldsfaden…

Regisseur Folke Braband macht daraus einen schwungvollen Clash der Kulturen mit hohem Lachfaktor, ohne jedoch seine Protagonisten der puren Lächerlichkeit auszuliefern. Diese danken es ihm auch mit spürbarer Lust am Spiel, mit Tempo, Drive und Präzision. An der Spitze der hinreißende Siegfried Walther als Monsieur Claude. Die Pointen holt sich Walther mühelos, doch zeichnet er auch das Porträt eine Mannes, der die Welt nicht mehr versteht, der erst spät zur (humanen) Einsicht kommt. Eine tolle Leistung! Kurier

infos: www.josefstadt.org

17.01.2016

Lieber schön

Komödie Berlin

Ein harmloses kleines Adjektiv entzündet darin einen Beziehungskrach biblischen Ausmaßes: Im Gespräch mit seinem Machokumpel Kent hat Greg das Aussehen seiner Freundin Steph „normal“ genannt. Als Steph davon erfährt, rastet sie aus – in ihren Augen hätte Greg auch gleich „hässlich“ sagen können. Tief verletzt packt sie ihre Sachen und verlässt ihn. Die Wogen ihrer Wut erfassen auch das labile Gleichgewicht zwischen Kent und dessen Frau Carly, die eng mit Steph befreundet ist. Greg versteht die Welt nicht mehr – bis er merkt, dass er sie nie verstanden hat und noch einmal ganz von vorn beginnen muss.

Folke Braband inszeniert feinsten, puristisch modernen Boulevard. Diese Aufführung ist spielerisch auf Hochtouren, sie ist unerhört witzig. (…) Alle Sympathien der Regie und des Publikums gehören ohnehin dem missverstandenen Greg. Oliver Mommsen spielt ihn mit Humor, mit scheinbar grenzenlosem Harmoniebedürfnis, dann aber auch mit tieferer Nachdenklichkeit und schließlich mit Freude, es dem verlogenen Kent mit einer naheliegenden Rache heimzuzahlen. All dies auf einer klaren unverstellten Bühne, wie in einem virtuellen Schaukasten ausgestellt, rasch und pointiert gespielt.rbb kulturradio

Wiederaufnahme Komoedie/Berlin 08.-26.11.2017

weitere Informationen unter: www.komoedie-berlin.de

03.09.2012

End of the rainbow

Schlossparktheater Berlin

END OF THE RAINBOW kreist um die turbulenten letzten Monate im Leben der Judy Garland. Die alternde Diva ist getrieben von dem Wunsch, ihr Image der allseits verehrten und geliebten, schillernden Entertainerin mit neuem Leben zu füllen. Judy gastiert für eine Serie von Comeback-Shows im „Talk of the Town“. Flankiert von ihrem Manager und neuen, mittlerweile fünften Verlobten Mickey sowie ihrem Pianisten und engsten Vertrauten Anthony, möchte sie es noch einmal wissen. Doch ihre Alkohol- und Tablettensucht werden ihr zum Verhängnis…

Katharine Mehrling ist in der Rolle der Garland eine Sensation. Sie zeigt große Show-Auftritte und erschütternde Zusammenbrüche. Die Premieren-Gäste feierten die Mehrling mit Bravo-Rufen und Standing Ovations. Bild

Brabands Regiearbeit setzt auf feinsinniges Herausarbeiten der Zerrissenheit der drei Protagonisten in ihrem Selbst und der Interaktion miteinander. Braband legt die Charaktere vielschichtig an und lässt dem Publikum viel Spielraum zu entscheiden, wie viel Liebe im Handeln des Managers liegt, ob Judy überhaupt noch einen Bezug zur Realität hat und welcher der beiden Herren am konsequentesten handelt. Der Regisseur nutzt geschickt den gesamten kleinen Bühnenraum aus und hat ein sicheres Händchen für das Timing von Pointen und Dramatik. Musicalzentrale

schlossparktheater.de

26.01.2004

Ladies Night

Fritz Remond Theater

Drei Freunde in einer englischen Industriestadt: kein Talent, kein Antrieb, keine Arbeit. Und auch im privaten Leben mangelt es an Glück. Sie sind weder schön noch blutjung. Da fassen sie, inmitten ihrer Misere aus Schuldenbergen und ehelichen Scherbenhaufen eines Tages den Entschluss, eine ganz neue Existenz mit einer professionellen Show zu gründen: als „Die Wilden Stiere“ wollen sie Männer-Striptease anbieten. Das Casting beginnt, denn Mittänzer werden dringend gesucht…Ladies Night ist eine turbulente Komödie, die durch ihre Doppelbödigkeit überzeugt; sie erzählt auf heitere Weise von dem Kampf ganz gewöhnlicher Menschen gegen die eigene Arbeitslosigkeit. In Berlin wurde das Stück von den Mitgliedern der Theatergemeinde zur “Aufführung des Jahres 2000″ gewählt.

Pointenreich führen sie das Spiel mit den Facetten von Männlichkeit, die komisch-hilflosen Versuche den Verlust des Selbstwertgefühls zu kaschieren, vor. Am Schluß steht der ganze Saal zum nicht enden wollenden Applaus auf. Süddeutsche Zeitung

Komoedie im Bayerischen Hof/München: 06-19.11.2017

weitere informationen unter: www.komoedie-muenchen.de

Folke Braband Regisseur

© Loredana La Rocca