Theater der Jugend/Wien

Der Lebkuchenmann

Theater der Jugend Wien, Premiere 9.12.2010

von David Wood

Regie Folke Braband Ausstattung Stephan Dietrich Musikalische Leitung Klaus Erharter Choreographie Marcus Tesch

mit Eva Neubauer, Barbara Spitz, Matthias Hungerbühler, Matthias Hacker, Markus Schöttl und Ronnie Kuste

Aufregung im Küchenregal! Denn Herr von Kuckuck, stolzer Bewohner der gleichnamigen Uhr, hat seine Stimme verloren. Das wäre an sich noch nicht so schlimm, allerdings droht er deshalb bei den »Großen« in Ungnade zu fallen – denn wer möchte schon eine Kuckucksuhr mit einem krächzenden Zeitansager? Und wie das bei den Menschen so ist: Alles, was nicht mehr gefällt, landet prompt im Mistkübel. Das gilt es natürlich zu verhindern! Gut, dass Herr von Kuckuck sowie seine beiden Bekannten Frau Pfeffer und Herr Salz soeben Verstärkung bekommen haben – von einem frischgebackenen Lebkuchenmann. Gemeinsam machen sie sich an die Rettungsmission.

Presse

Wie der Lebkuchenmann auf die lautstarke Unterstützung des Publikums, kann sich Regisseur Folke Braband auf seine Vorlage verlassen. Experimente sind weder bei seiner Inszenierung noch bei der Ausstattung von Stephan M. Dietrich nötig. Die Bühne ist mit allerhand überdimensionierten Kochutensilien angeräumt, die mit ihren liebevollen Details ebenso gefallen wie auch die Kostüme. Wenn die feurige Frau Pfeffer plötzlich den Bühnenboden würzt, ist das Entzücken groß. Das ist natürlich alles irrsinnig putzig, macht aber auch 0rdentlich Spaß. Der Standard

Im Renaissancetheater präsentiert das Theater der Jugend jetzt das Musical »Der Lebkuchenmann«. Zielgruppe: Kinder ab sechs Jahren ohne Altersgrenze nach oben, denn die Erwachsenen unterhalten sich bei diesem von Folke Braband glänzend inszenierten Spaß ebenso gut. 1976 schrieb David Wood das international zum Klassiker avancierte Stück um Freundschaft, Zusammenhalt und die Überwindung von Vorurteilen. Ist das Stück an sich schon nicht nur lehrreich, sondern auch vergnüglich, so erweist sich die Aufführung als eine wahre Schau. Ausstattung (Stephan M. Dietrich), Choreographie (Marcus Tesch), Musik (Klaus Erharter) sind vom Feinsten. Wiener Zeitung

Mit David Woods Theaterklassiker »Der Lebkuchenmann« hat das Theater der Jugend wieder einmal den sprichwörtlichen Vogel abgeschossen. Denn dank Folke Brabands einfacher und doch aberwitzig-flotter Regie darf zwei Stunden gelacht werden. Ohne technischen Firlefanz, zwischen Riesentasse, Monster-Eierbecher und bedrohlichem Nudelwalker inszenierte Folke Braband eine musikalisch mit Schwung unterlegte Komödie mit Witz und Biss. Er vergisst aber nicht David Woods Gedanken über Freundschaft und Toleranz. Man hat in einem Wiener Theater selten so viel gelacht: Das war das schönste Vorweihnachtsgeschenk! Kronenzeitung